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AKTUELLES

 

Dr. Hanns-W. Hey, Dr. Ursula Frenzel
 Tschong Rachmat 2019.
Die Kirgistan Hilfe der BOG berichtet
Montag,18. November, 19 Uhr, im HDO, Am Lilienberg 5, 81669 München, S Bahn Rosenheimer Platz, Ausgang Schleibiger Straße. Eintritt frei.
Seit 14 Jahren organisiert das Ehepaar Hey vielfältige und wirksame Hilfe in dem armen postsowjetischen zentralasiatischen Staat Kirgistan, sei es im Gesundheitswesen, sei es im sozialen Bereich mit Minirenten , sei es Hilfe für misshandelte Frauen, die im von der Kirgistanhilfe in der BOG gegründeten Frauenschutzhaus Sezim Zuflucht finden. An diesem Abend wird Dr. Hey darüber berichten, wie sich das Land im letzten Jahr politisch und wirtschaftlich entwickelt hat und darüber, was in dem Hilfsprojekt geleistet wurde. Frau Dr. Frenzel, die im Sommer das Frauenschutzhaus besuchte, drehte dort einen ergreifenden Film über das Leben der betreuten Frauen und ihrer Kinder. Zu hören und zu sehen ist darin das Interview mit zwei Insassinnen des Hauses, sowie Einrichtung und Umgebung des neu angemieteten Gebäudes. Der Film wird an diesem Abend zu sehen sein.
Das Ehepaar Hey möchte alters- und gesundheitsbedingt sein persönliches Engagement nach 14 Jahren beenden, und da ein Nachfolger nicht in Sicht ist, ist es bestrebt, die Existenz des Frauenschutzhauses dauerhaft ohne Hilfe der BOG zu sichern. Durch Kauf eines geeigneten Hauses in Bishkek soll die Basis für die Zukunft gelegt werden. Details über dieses mutige und zukunftsfähige Projekt werden die Besucher des Abends erfahren und diskutieren können.


 

Montag, 28. Oktober, 19 Uhr BOG im HDO, Raum 202 / 204, Am Lilienberg 5, 81669 München, S Bahn Rosenheimer Platz, Ausgang Schleibinger Straße Vortrag

Konstantin Panteleev Turkmenistan - Herz der großen Seidenstraße“

Konstantin Panteleev arbeitet als Senior Key Expert für ein EU Projekt zu einer Verwaltungsreform in Turkmenistan. In seiner Präsentation berichtet er über die historischen und realen wirtschaftlichen Seiten von Turkmenistan und zeigt die verschiedenen Möglichkeiten für deutsche Reisende und Unternehmen in Turkmenistan auf. Turkmenistan ist ein hochinteressantes zentralasiatisches Land, das nach seiner Selbständigkeit von Staatspräsident Nyyazow autokratisch regiert wurde und sich weitgehend nach außen abriegelte. Heute ist es im Begriff, sich unter Berdimuhamedow teilweise zu öffnen, und so kann dort auch ein EU Programm durchgeführt werden. Vorsichtiger Tourismus und ausländische Investitionen sind heute möglich. „Turkmenistan grenzt an Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan, Iran und das Kaspische Meer. Nahezu 95 % der Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen, die sowohl aus Sand- als auch Geröllwüstengebieten besteht. Im Westen erstrecken sich die Hochebene von Türkmenbasy und der Große Balkan (1880 m). In dem Land leben knapp 6 Millionen Einwohner. Mit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 wurde Turkmenistan ein eigenständiger Staat. Der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Saparmyrat Nyýazow, führte den Staat bis zu seinem Tod im Dezember 2006 als Staats- und Regierungschef. Als Nyýazow am 21. Dezember 2006 starb, ernannte der Sicherheitsrat den Vizeministerpräsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow zum Übergangspräsidenten. In den Präsidentschaftswahlen vom 11. Februar 2007 gingen laut offiziellem Ergebnis 89,23 % der abgegebenen Stimmen an Berdimuhamedow, Im Vorfeld der Wahlen und anlässlich der Amtseinführung am 14. Februar 2007 kündigte Berdimuhamedow Reformen an. Er versprach, allen Bürgern Zugang zum Internet zu verschaffen und die Bildungsangebote, die medizinische Versorgung und den Wohnungsbau auszuweiten. Er fügte aber hinzu, den von Nyýazow vorgegebenen Kurs beibehalten zu wollen[39], namentlich in der Außenpolitik sowie bei den Vergünstigungen für die Bevölkerung (Gas, Wasser, Strom und Salz sind kostenlos, Brot und Benzin sehr billig).“ Auszug aus Wikipedia

 

Montag, 24. Juni 2019

Prof. h.c. Dr. h.C. Helmut Schreiner: Cherson (Ukraine), Aspekte einer fruchtbaren Zusammenarbeit

Seit letztem Jahr gesellte sich zu den beiden Großprojekten – Kirgistan und Transkarpatien - im breitgestreuten Arbeitsgebiet der BOG, sprich dem Gebiet der alten Sowjetunion - ein neues hinzu. In Kherson, einer regionalen Hauptstadt im Südosten der Ukraine, an der Mündung des Dnjepr ins Schwarze Meer gelegen, ist seit bald 10 Jahren ein Unternehmer aus München, Helmut Schreiner, Begründer von Schreiner Innovations, mit Vorlesungen für erfolgreiche Betriebsführung tätig. Darüber hinaus fördert er auch bauliche Verbesserungen an Hochschulen und hilft der deutschen Gemeinde. Gerne übernahm die BOG die Federführung für ein Projekt der Förderung der Hochschulbildung, durch das ein Hörsaal an der Technischen Universität für digitalen Unterricht tauglich gemacht wird. Prof. h.c. Dr. h.c. Helmut Schreiner wird am Montag, 24. Juni, über die Situation in Kherson und sein / unser dortiges Engagement berichten. „Am 4. Februar 2011 wurde Helmut Schreiner die Ehrendoktorwürde der privaten Universität für Business & Law verliehen. In der Laudatio wurde der erfolgreiche Aufbau der Schreiner Group genannt, wie die Weitergabe der Erkenntnisse daraus an die Studenten in Kherson. Bei einem Besuch in Kherson ergab sich ein zufälliger Kontakt mit dem Zentrum Deutscher Kultur. Diesem wurde gerade von der Stadt die Unterkunft gekündigt. Helmut Schreiner sprang in die Bresche und half mit der Anmietung eines Hauses, das inzwischen erworben werden konnte. Heute ist das Zentrum Deutscher Kultur Partner des Goethe-Instituts, nachdem es 2016 und 2017 im Wettbewerb von über 100 gleichartigen Vereinen mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde.

Unabhängig davon läuft die Förderung der Universität für Business & Law. Es sind die Praktikanten, die nach München kommen und bei der Schreiner Group ein modernes Industrieunternehmen kennenlernen. Helmut Schreiner übernimmt auch die Studiengebühren für Stipendiaten, deren Familie sich diese nicht leisten könnten. Im Weiteren werden die Sprachlehrer für Deutsch bezahlt, Heizkostenzuschuss geleistet. Eine Stiftung betrifft ein komplettes Sprachlabor mit 13 Plätzen, so wie auch der jährliche Universitäts-Kalender komplett finanziert wird. Wie immer gibt es dann Notfälle, die Hilfe erforderlich machen. Die Themenbereich Innovation, Projektmanagement und Unternehmertum waren auch für die Staatliche Technische Universität so interessant, dass am Ende daraus eine Ehrenprofessur wurde. Die Sprachbarriere blieb, weil die Voraussetzungen fehlten, digitales Lernen anzubieten. Damit war auch eine Barriere gegeben, die eine Zusammenarbeit mit westlichen Universitäten verhindert. Mit Mitteln von Helmut Schreiner hat die Bayerische Ostgesellschaft der Staatlichen Technischen Universität ein großes Tor geöffnet, indem ein Hörsaal für digitale Medien gerade renoviert, neu möbliert und ausgebaut wird.“

St. Petersburg Bilder vom Vortrag Alteich 18.3.2019

KINDERHILFE PERETSCHIN

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Die Kinder kamen fröhlich und hochmotiviert, genossen das gute und reich- liche Essen und durften gleich am ersten Tag nach Herzenslust auf dem Spielplatz spielen oder sich an Fußball oder Basketball beteiligen. Bei flotter Musik wurde abends dann im Hof der erste Gruppentanz eingeübt und Gruppenspiele organisiert. Bei der offiziellen Begrüßung mit Geschenküber- reichung fanden gar nicht alle Kinder Platz auf den Stühlen rund ums Foyer.

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Mit unserer Hilfe werden nun die Kinder mehrere Ausflüge machen, worauf sie sich besonders freuen. Besuche im Schwimmbad in Uzhgorod, im Schön bornpark (mit Reiten) und auf der Burgruine Newizki stellen Höhepunkte dar, deren glückliche Erinnerung sie über das nächste schwierige Jahr be- gleiten wird und die Hoffnung auf ein besseres Leben weckt. Von ihren Familien haben sie nichts Vergleichbares zu erwarten.


Der Erhalt des Lagers Barwinok stand schon auf der Kippe, weil die Nachfrage existenzbedrohend nachgelassen hatte. Minimale Einkommen und Wegfall von Förderungen hatten es für die meis- ten Familien der Region unmöglich gemacht, ihre Kinder in Ferienerholung zu schicken, so dass das große Haus mit über 100 Plätzen in den Ferienmonaten bei weitem nicht ausgebucht war. Nun wurde ein Arrangement mit einer anderen Gewerkschaft getroffen, die künstlerisch begabte Kinder aus Kiew und aus dem ganzen Land zum Malurlaub herschickt. So ist plötzlich das Haus wieder voller Leben mit 100 Kindern, die gleichzeitig Spaß haben.

Für die Bayerische Ostgesellschaft konnte ich heuer eine besondere Würdigung entgegennehmen. Beim groß gefeierten Fest Johanni (nach orthodoxem Kalender erst am 7.7.) mit Johannisfeuern und großem Theaterprogramm der Kinder wurden

die Sponsoren und Wohltäter des Kinderlagers auf die Bühne gebeten und geehrt. Die BOG ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden für die Auslastung des Lagers und so überreichte mir der Gewerkschaftsvorsitzende unter Dankesworten eine Urkunde und von der Crew von Barwi- nok bekam ich eine Art selbstgebastelte Schultüte mit Papierblumen und Süßigkeiten. Ich ließ es mir nicht entgehen, öffentlich zu danken und meiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass wir über die Jahre so vielen Kindern mit diesem Sommerlager helfen konnten.


Die Lebensmittelhilfe, die nunmehr 10-mal an 13 Familien verteilt wurde, wird regelmäßig dringend erwartet, und neue Famili- en kommen dazu, die ebenfalls dringend Hilfe für die Ernährung ihrer Kinder brauchen. Mehrere Todesfälle sind aufgetreten, die Oma von Ilia ist im Alter von 47 Jahren gestorben, ebenso ein Vater von 5 Kindern im Alter von 45 Jahren, eine Mutter an Tuber- kulose mit 39 Jahren. Zwei neue Babys haben wir angetroffen und drei hochschwangere Frauen. Wir besprachen, inwieweit man die Pakete etwas anders zusammenstellen sollte, um für die Kinder eine vitaminreichere Ernährung zu ermöglichen, und vielleicht auch noch etwas zum Lesen, denn mehr als eine Bibel ist in diesen Haushalten kaum zu finden. Mit Hilfe des Sozialfonds Rotarier Mainburg können wir diese Hilfe auch im kommenden Jahr fortsetzen. Eine ebenfalls äußerst bedürftige Familie wird neu in das Programm aufgenommen, unter der Bedingung, dass die 11 jährige Tochter dann nicht mehr die Schule versäumen muss, um an der Straße Pilze zu verkaufen, damit sie ein paar Griwni für den Lebensunterhalt der Familie verdient.



Wir konnten einige Familien besuchen, die mit unserer Hilfe ihre baufälligen Häuser ein bisschen sanieren konnten bzw. weiter Hilfe brauchen.

Für die Familie R., alleinerziehende Frau mit 5 Kindern, konnten wir im Winter neue Fenster einbauen lassen, da die Kinder in ihren Betten fast erfroren wären, doch zeigte es sich nun, dass das Haus wesentlich mehr Sanierungsbedarf hat. Dach und Außenisolierung werden gerade neu gemacht, damit diese fünf großartigen Kinder ein erträgliches Zuhause haben und an die Zukunft glauben können.

Familie J. in Saritschewo, wo bisher 7 Personen (3 Erwachsene und 4 Kinder) in einem Raum schliefen, hat auf Druck des Bürgermeisters den zweiten, großen Raum des Hauses entmüllt, in dem nun für die vier Kinder ein Zimmer eingerichtet werden kann.




Doch fehlt es nicht nur an Möbeln und einem Ofen, sondern auch am Bauwerk, das insgesamt nicht so desolat erscheint wie bei Familie R., doch leider im hinteren Bereich des Hauses wegkippt und auseinanderbricht. Dies muss erst gestoppt werden, bevor man dichte Fenster einbaut, an die Decke Platten nagelt und den abgesackten Fußboden richten kann. Für die Kinder ist dieses eigene Zimmer eine echte Chance auf ein besseres Leben. Hier kann auch für die Hausaufgaben ein Tisch mit Stühlen bereitge- stellt werden, was sonst kaum in den Häusern zu finden ist.

Frau K. in Turia Bystra, eine zupackende, handwerklich begabte Frau, die sich von der Armut nicht unterkriegen lässt, hat mit un-


serer Hilfe ebenfalls neue Fenster und eine neue Haustür eingebaut. Sie hat im Wohnzimmer einen Estrich gelegt und braucht jetzt noch Geld für den Fußboden. Für ihre drei hübschen Kinder und das erwartete neue Baby eine gute Investition. Wir wer- den Frau Olga Barsak bitten, den Einkauf des Materials finanziell zu ermöglichen und zu überwachen.



 

 

Der Raum, in dem der kleine Ilja mit seiner Mutter lebte (in Turia Bystra), vor 2 Jahren ein unvorstellbares Dreckloch mit kaputten Fenstern und Löchern in der Wand, ist auf Initiative von Bürgermeister Schkriba zu einem bewohn- baren Raum geworden mit neuen Fenstern, verputzten, gestrichenen Wänden und einem gemauerten Herd.



Suppenküche

 

Wie jedes Jahr besuchten wir auch die Sozialstation, besser bekannt als Suppenküche, die in unserem Auftrag im letzten Herbst für einen alten Obdachlosen einen Herd in das von ihm in einem abgelegenen Dorf bewohnte Haus einbauen sollte. Für den Mann, der bisher in dem total verrauchten Haus gehaust hatte, wurde nun plötzlich Empathie empfunden und nicht nur ein Herd eingebaut sondern auch gleich der Raum renoviert, die schwarzen Wände gestrichen und kleine weiße Vorhänge aufge- hängt. Anregungen, mit kleineren Geldbeträgen unterfüttert, wirken in dieser Gegend häufig Wunder.

Auch heuer ließen wir bei der Sozialstation wieder einen Betrag von 500€, um den etwa 200 peripher betreuten armen, alleinle- benden Menschen in den Dörfern Lebensmittelpakete zu bringen. Dies hatte Anna Lengenfelder schon immer gemacht und wir setzen damit ihre Arbeit fort.


 

Poliklinik

Auch die Poliklinik sollte diesmal nicht zu kurz kommen. Unser langjähriger Freund, Dr. Wakarov, ein begabter Chirurg, der Anna Lengenfelder schon immer sehnlichst erwartet hatte, um Geld für den Kauf von dringend benötigtem medizinischem Material für die Klinik zu erbitten, war rehabilitiert wieder zur Stelle, und hatte nun nach seinem früheren Rauswurf den Posten als stell- vertretender Klinikleiter inne. Seine Bitte, Geld für Chemikalien fürs Labor, Inhaliergeräte für Kinder und Gips für Knochenbrüche erfüllten wir gerne. Die eingewechselten Griwni wurden bis zum letzten Groschen ausgegeben und nachgewiesen.

Die Gesundheitsversorgung ist ein riesiges Problem, da finanziell total unterversorgt. Zwar ist der Arztbesuch kostenlos, die Ärzte sind beamtet, jedoch auf dem Land dünn gesät. Es fehlt den Kliniken und Zahnstationen an Material bis hin zu Spritzen und Ver- bänden, die der Patient selbst mitbringen muss. Auch sämtliche Medikamente sind vom Patienten selbst zu zahlen und vielfach nicht erschwinglich. Frau K., die sich für die Geburt in der Poliklinik angemeldet hat, bekam eine lange Liste, was sie alles mit- zubringen hat. Gesamtpreis 3000 Griwni, zwei Monatseinkommen eines Rentners oder einfachen Arbeiters. Mitzubringen sind Bettwäsche, Nachthemd, Babykleidung, Nabelbinde, Spritze, Arztkittel, Binden und vieles mehr. Wer diesen Betrag nicht auf- bringt, ist auf eine Hausgeburt abseits ärztlicher Versorgung angewiesen mit den entsprechenden Risiken.

Zahnbehandlungsplätze, von Dr. Hey für die BOG beschafft, transportiert und eingerichtet


 

Hurra, die Schule Kamjanyzia kann Toiletten bauen

30 000 € Finanzierung vom Bundesministerium für

Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit


Unsere Hartnäckigkeit hat Früchte getragen. Der Antrag der BOG beim Bundesministerium für Ent- wicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit auf Finanzierung (75%) von angemessenen Schülertoiletten für die pädagogisch großartige Gesamtschule in Kamjanyzia wurde nach eher langwieriger Vorarbeit im Juni positiv beschieden, und in Kamjanyzia herrscht eitel Freude. Bei unserem Aufent halt wurden wir gleich am ersten Tag in die Gemeinderatssitzung eingeladen, um uns den Gemein- deverantwortlichen vorzustellen und der BOG ein Gesicht zu geben. Wir wurden mit großem Ap- plaus bedacht, als ich kurz die BOG vorgestellt und den Weg zur Förderung und die nötige Seriosität bei der Durchführung beschrieben hatte. Unser offizieller Partner ist dabei der zvilgesellschaftliche Verein ROKASCH, doch wird die Durchführung bei Schuldirektor und Gemeinde liegen. Bürgermeisterin Maria Koval-Masiuta (rechts) im Sitzungssaal des Rathauses.

 

K


 


Ich bin darüber außerordentlich glücklich, auch wenn wir als BOG zu dem Projekt noch den versprochenen Anteil in Höhe von 6500€ beitragen müssen. Ich bin sicher, dass uns unsere großzügigen Spender nicht im Stich lassen. Und 3000€ davon haben wir schon voriges Jahr zurückgelegt.

Noch ein bisschen Statistik

Im Laufe des Antragsverfahrens wurden auch statistische Daten abgefragt. Ich möchte Ihnen diese mühsam erfragten Daten nicht vorenthalten, da sie die allgemeine Misere besonders gut beleuchten. Hier am Beispiel der Gemeinde Kamjanyzia einige Zahlen: von den 1938 Einwohnern der Gemeinde Kamjanyzia sind etwa 40 % Kinder, Studenten und Rentner. 662 Personen sind berufstä- tig, die Arbeitslosenquote liegt bei 27%. Monatliche Löhne und Gehälter liegen zwischen 1500 bis 2800 Griwni (50-100 €), Arbeits- losengeld und Renten betragen jeweils 1378 Griwni (knapp 50€, Stipendien für Studenten 845 Griwni (29€)

Zu den Lebenshaltungskosten: Strom, Heizung, Telefon kosten im Monat durchschnittlich 20 €, das Schulessen für ein Kind mo- natlich 7€ und das Kindergartenessen 3,50 €. Die Lebensmittelpreise sind keineswegs so niedrig, wie der Wechselkurs vermuten lässt: Preise für Grundnahrungsmittel: 1 kg Buchweizengrütze 0,58 €, 1 kg Reis 0,79 €, 1 kg Nudeln 0,57€. Bei einem Familieinein- kommen von 50€, Energie und Telefonkosten von 20€, Mittagessen für 3 Kinder in Kindergarten bzw. Schule 15 – 20 €, bleiben für Essen, Kleidung, Hygiene, Busfahren, Schulmaterial, Hausreparatur, Medikamente, Spielzeug im Monat 10-15 €! Selbstversorgung ist an der Tagesordnung mit Anbau von Kartoffeln und Gemüse im Garten, Hasen oder einem Schwein im Stall für den Festbraten und dem Halten einer Kuh, um Milch für die Kinder zu haben. Sammeln von Beeren und Pilzen zum Verkauf (30 Cent das Kilo Waldbeeren) bessern im Sommer das Einkommen auf. Nicht selten bleiben Kinder dem Schulunterricht fern, um mit Hüten der Kuh oder Beeren- / Pilzesammeln und An- der- Straße- Verkaufen das Haushaltseinkommen aufzubessern.

Die medizinische Versorgung ist katastrophal. Zwar ist die ärztliche Behandlung kostenfrei und findet regelmäßig in Ambulatori- en in den größeren Dörfern statt, doch müssen die Medikamente selbst gekauft werden, was bei westlichen Preisen meist nicht möglich ist.

In der Gemeinde besuchen 300 Kinder die einzige Schule. (Srednaja Schkola Stufen 1 bis 3). Davon sind 20 Kinder Halbwaisen oder Waisen (6,7%), 36 Kinder (12%) leben bei alleinerziehenden Müttern, 5 Kinder (2 Prozent) sind behindert.

Dank

Mein Dank gilt allen Spendern, unseren Partnern in der Ukraine, Claudia Stroppel, unserer Beraterin bei bengo und meinem Sohn Patrick Trübswetter, der mir auf dieser Reise unerlässlicher Begleiter, Berater, Fotograf und Chauffeur war.




Spenden und Mitgliedskonto:

Bayerische Ostgesellschaft e.V., IBAN DE14 7015 0000 0908 2302 20.

 

Nicht genug danken können wir dem Rotary Club Mainburg /Hallertau, der im letzten Jahr und heuer mit namhaften Beträgen unser Kinderprojekt unterstützt hat:

lebensmittelhilfe für 13 Familien, Winter- und Sommerschuhe für 65 Kinder, Zuschuss zur Kindererholung und Finanzierung von Ausflügen, Sammlung von Kleidung und Transport, Unterstützung der Schule Kamianyzia mit Deutschunterricht.

Winterschuhe für 65 Kinder und Sommerschuhe für 65 Kinder dank Rotary Club Mainburg

 

Lebensmittelhilfe für 13 Familien dank Rotary Club Mainburg

 

 

 

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Frau Kazenwadel beim Vortrag in der BOG.

 

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Ausstellung
Alexander Milstein
Rays and Other Letters
Computergraphik, Handzeichnung, Text
14.3.-16.12.2016



SDI, Sprachenhochschule, Baierbrunner Straße 28,
81379 München, U3 Obersendling, BOB, S Bahn Siemenswerke


Die Bayerische Ostgesellschaft veranstaltet zusammen mit dem SDI München in dessen Räumen eine ganz besondere Kunstausstellung. Wir stellen Alexander Milstein, der bisher ausschließlich als Autor russischsprachiger Romane und Essays hervortrat, zum ersten Mal mit seinem graphischen Werk vor. Das umfangreiche Oeuvre ist parallel zu den Romanen entstanden und bisher über Facebook nur einem kleinen internationalen Freundeskreis aus der Kunstszene bekannt. Die unmittelbare Intensität der Bilder und Zeichnungen, großflächig projiziert in Verbindung mit einer Dichterlesung in der BOG (Übersetzer David Drevs, SDI) ließ den Plan zu einer ersten Ausstellung in Form von Ausdrucken der Computergraphiken reifen.
Milstein ist ein großartiger Fabulierer und ein präziser Beobachter zugleich. Wir können die Bücher lesen ohne die Bilder zu kennen, und wir können die Bilder genießen, ohne die Bücher gelesen zu haben. Und doch sind Text und Bild eng miteinander verwoben. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte und bezieht sich doch auf einen Text, sei er schon geschrieben oder erst eine Idee, und jeder Text beschwört ein Bild. Wo Bild und Text zusammentreffen, findet man nicht eine Illustration, sondern eine Erweiterung hinein in eine phantastische Welt. Während der Text präzise wiedererkennbare Orte und Persönlichkeiten, etwa im Roman „Pinoktiko“ die Münchner Kunstszene, das Hotelfoyer, die Isar zur Grundlage der ausufernden Handlung macht, führt uns der Zeichner in eine plakativ grellfarbige, reduzierte Landschaft, in der die Idee eines absurden Plots wie selbstverständlich aufkeimt.
Alexander Milstein, geboren 1963 in Charkow (Ukraine), absolvierte zunächst ein Mathematikstudium, bevor er sich 1988 dem Schreiben zuwandte. Bisher auf Russisch erschienen sind der Erzählband Schkola kibernetiki (Moskau 2002), die Romane Serpantin (Мoskau 2008), Pinoktiko (Charkow 2008) und Kontora Kuka (Moskau 2012), ein Sammelband mit Langerzählungen unter dem Titel Kodex paraschjutista (Charkow 2013) sowie zuletzt der Roman Parallelnaja akzija
(Мoskau 2014). 2008 erschien in Moskau seine russische Übersetzung von Judith Hermanns „Sommerhaus später“. Daneben hat Alexander Milstein sowohl Prosatexte als auch Artikel in diversen Zeitschriften publiziert. Seit 1995 lebt er in München.
Kontakt: Iris Trübswetter, itruebswetter@web.de

 

 


 

aus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, S-Bahn Rosenheimer Platz,
gegenüber Gasteig, Ausgang Schleibinger Straßeaus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, S-Bahn Rosenheimer Platz,
gegenüber Gasteig, Ausgang Schleibinger Straße

Die Beschreibungen zu allen Vorträgen finden Sie im neuesten Infoblatt

Das Sonderheft zur Fahrt nach Transkarpatien 2014 finden Sie hier

In Memoriam Anna Lengenfelder (pdf)

 


Wer wir sind und was wir wollen

Die Bayerische Ostgesellschaft wurde Anfang 1973 gegründet, damals unter dem Namen "Bayerische Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion e.V." Sie setzte sich zum Ziel, die neue Entspannungspolitik gegenüber Osteuropa durch persönliche Begegnungen und Austausch im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich zu fördern und so zur Aussöhnung mit den in der Sowjetunion lebenden Menschen beizutragen.

Heute betätigen wir uns vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Informationsveranstaltungen (Jour fixe, Seminare) über die Länder unseres Interesses
  • Förderung von persönlichen Begegnungen, Einladungen zu Fortbildungsseminaren
  • Ukrainehilfe: Erholungsaufenthalte für vernachlässigte Kinder in Peretschin im Jugendlager Barwinok in Transkarpatien, Deutschunterricht an der Mittelschule Kamianizia, Armenküche in Peretschin, Unterstützung der Poliklinik Peretschin
  • Kirgistanhilfe des Ehepaars Dr. Hey. Medizintechnische Hilfe, Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Hilfsorganisationen, Frauenhaus in Bischkek in Zusammenarbeit mit der Organsiation SEZIM, Patenschaften, Aufbau kleiner Werkstätten, Kleinkredite für Frauen
  • Reisen außerhalb der Touristenzentren mit persönlichen Begegnungen

Unser "Jour fixe" findet in der Regel am dritten Montag jedes Monats (außer Ferienzeiten) um 19.00 Uhr im Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, S Bahn Station Rosenheimer Platz, in München statt. Die Vorträge informieren über Geschichte, Literatur, Film und die aktuelle politische und soziale Struktur in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion: Wir legen Wert darauf, dass unsere Refenten aus eigener Erfahrung oder eigener Forschungsarbeit berichten.

Gäste sind bei all unseren Veranstaltungen herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

3-4mal jährlich versenden wir an unsere Mitglieder unser Mitteilungsblatt mit Berichten über unsere Arbeit und Hinweisen auf bevorstehende Termine.

Mit zwei Regionalkonferenzen 2010 und 2012 haben wir nicht nur wichtige Themen der Zusammenarbeit mit unseren östlichen Partnern analysiert, sondern vor allem auch das Netzwerk zwischen bayerischen zivilgesellschaftlichen Akteuren mit Zielgebiet ehemalige UDSSR enger geknüpft.

Wir sind Mitglied im Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO), der Veranstaltungen größerer Reichweite (Fachtagungen, Symposien, Kulturreisen) organisiert und einige spezifische Arbeitskreise unterhält. Außerdem nehmen wir am RUNDEN TISCH KIEW der Stadt München teil. Wir arbeiten mit dem Moskauer Verein "Freunde Bayerns e.V." zusammen.

Unsere Arbeit erfolgt ehrenamtlich. Sie wird ermöglicht durch Mitgliedsbeiträge, Privatspenden, Dr. Josef und Sybille Krettner Stiftung (Ukraine), Rotary Club Mainburg, Rotary Club Rosenheim, Lions Club Freising, Honorarkonsul Reinhold Krämmel Stiftung (Kirgistan) und fallweise öffentliche Zuschüsse.

Auskünfte über uns und unsere Arbeit erteilen Ihnen gerne die Mitglieder des Vorstands.

Siehe Impressum.