BAYERISCHE OSTGESELLSCHAFT e.V

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 Am Lilienberg 5, Haus des Deutschen Ostens, Raum 217, München, S-Bahn Rosenheimer Platz

AKTUELLES<

abgesagt wegen krankheit

Info November 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir möchten Sie sehr herzlich zu unserem nächsten Jour fixe am Montag, 15. November, einladen, den wir unter Einhaltung aller Coronaregeln durchführen. Bitte wegen zahlenmäßiger Begrenzung der Zuhörer nach Möglichkeit anmelden, Nachweis über "GGG" mitbringen, Maske nicht vergessen. Der Vortrag musste wegen Corona bereits zweimal verschoben werden und wird hoffentlich diesmal möglich sein.

Montag, 15. November, 19 Uhr

Rosemarie Tietze . Auf Tolstois Spuren im Kaukasus

Unter dem Titel „Krieg im Kaukasus“ ist Lew Tolstois kaukasische Prosa 2018 bei Suhrkamp herausgekommen. Die Übersetzerin und Herausgeberin Rosemarie Tietze stellt den Band vor und berichtet auch über ihre Recherchen vor Ort. Ein Stück Eroberungsgeschichte des russischen Imperiums wird lebendig, wobei die Ausdehnung des Herrschaftsgebiets auf neue Provinzen gleichsam in der Nachbarschaft stattfand, in Südrussland, Kaukasus, Sibirien, im mittleren und fernen Osten und nicht in Übersee, wie bei den mittel- und westeuropäischen Staaten.

„Vom Leben auf dem Landgut der Familie angeödet, begleitete der junge Lew Tolstoi 1851 seinen ältesten Bruder Nikolai, der im Kaukasus dient, an seinen Einsatzort – Starogladkowskaja, eine Kosakensiedlung am Terek. Seit Jahrzehnten führte das russische Imperium in der Region Krieg. Erst 1859 gelingt es, die von Imam Schamil geeinten muslimischen Kaukasusfürstentümer zu besiegen. Doch um welchen Preis!

Tolstoi, der als Fähnrich an Gefechten teilnahm und verwundet wurde, kennt den Krieg und seine Akteure aus eigener Anschauung. Er beschreibt die Tragödie aus allen Perspektiven: an der Seite russischer Soldaten, die zum Freizeitvergnügen ein tschetschenisches Dorf zerstören, und neben den untröstlichen Überlebenden, die in den Trümmern ihrer Behausungen hocken. Mit scharfer Beobachtungsgabe und ethnographischem Blick schildert er die Faszinationsgeschichte der »Kaukasier«, der russischen Abenteurer, die sich, bestrickt von der stolzen Schönheit und Unbezwingbarkeit der Bergbewohner, auf ein Leben einlassen, an dessen Fremdheit sie scheitern.

Ein Werk mit dem Titel »Krieg im Kaukasus« hat Tolstoi nie geschrieben. Aber er hat sein Leben lang über den Kaukasus geschrieben. Der Band konfrontiert den frühen mit dem späten Tolstoi. Von der nüchtern protokollhaften frühen Prosa von Überfall (1852) und Holzschlag (1855) bis zu den romanhaft farbigen Kosaken (1863), dem harten mündlichen Duktus des Gefangenen im Kaukasus (1872) und dem in Montagetechnik verfassten Hadschi Murat (postum 1912).“ In Rosemarie Tietzes Neuübersetzung werden die Erzählungen erstmals in ihrer stilistischen Bandbreite und ihrem sprachlichen Reichtum erfahrbar und Tietzes persönliche Recherchen an den Orten des Geschehens verleihen ihnen, die vor 150 Jahren geschrieben wurden, unerwartete Aktualität.

Der Vortrag findet statt im Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, 81669 München, SBahn Rosenheimer Platz, gegenüber Gasteig.

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München, 3.10.2021

Liebe Mitglieder und Freunde der BOG, sehr geehrte Damen und Herren,

am 20. September konnten wir endlich doch noch die Mitgliederversammlung durchführen. Die Berichte für 2020 zeigten, dass sowohl in Kirgistan, wie auch in den beiden Projektgebieten in der Ukraine, in Kherson und Peretschin, nachhaltige Hilfe geleistet werden konnte. In Bishkek waren es Umbau und Inbetriebnahme des Frauenschutzhauses, in Kherson Bau und Inbetriebnahme des digitalen “Co-working- space“ an der TU und Ausbau der Lehrprogramme am deutschen Zentrum, in Peretschin vor allem die Hilfe zur Überwindung der Corona Krise bei unseren betreuten Familien.

Da das laufende Jahr 2021 schon bald zu Ende geht (ein früherer Termin für die MV war leider wegen Corona nicht möglich), war die Vorschau auf das Jahr 21 hauptsächlich eine Rückschau auf bereits Geleistetes, wobei wir vor allem in der Ukraine unsere Projekte gut voranbringen konnten.

Der Herbst bringt – Corona möge gnädig sein – endlich noch zwei besondere Vorträge. Die Rundfunkjournalistin Christine Hamel reiste entlang der Waffenstillstandslinie im Donbass und die Literaturübersetzerin Rosemarie Tietze war im Kaukasus auf den Spuren des jungen Lew Tolstoj unterwegs. Diese beiden herausragenden Veranstaltungen finden am 18. Oktober und 15. November jeweils um 19 Uhr im HDO statt. (Anmeldung dringend erforderlich, da Teilnehmerbegrenzung). Für die Arbeit der nächsten zwei Jahre haben wir den Vorstand neu gewählt und konnten zwei neue Mitglieder als Beisitzer und einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewinnen. Hier die aktuelle Vorstandsliste:

Bayerische Ostgesellschaft, Vorstand gewählt am 20.9.2021

Geschäftsführender Vorstand: Iris Trübswetter, 1. Vorsitzende, Dr. Hanns-Werner Hey, Stellv. Vorsitzender, Stefan Stoll, Stellv. Vorsitzender, Michael Schanz, Schatzmeister, Volker Schindler, Schriftführer

Beisitzer: Erwin Brandl, Dr. Erich Fellmann, Eva Maria Kerschbaumer, Jürgen Kirste, Eleonore von Rotenhan, Dr. Ralph-J. Schoenheinz, Brigitta Schoppmeyer, Prof. hc Helmut Schreiner, Karl Walter

Revisoren: Dr. Erich Fellmann, Edith Wachter

Mit freundlichen Grüßen

Iris Trübswetter, 1. Vorsitzende

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BUNDESVERDIENSTKREUZ FÜR DR. HANNS-WERNER HEY

Frauenschutzhaus in Bischkek

Im Rahmen eines Kirgistanabends der Bayerischen Ostgesellschaft überreichten am 21. Juni in München Landrat Josef Niedermaier, Landkreis Bad Tölz – Wolfsratshausen, und Bürgermeister Michael Grasl von Münsing das Bundesverdienstkreuz an Herrn Dr. Hanns-Werner Hey. Dr. Hey ist Vizepräsident der Bayerischen Ostgesellschaft. Mit der von ihm selbst gegründeten Kirgistanhilfe leistete er seit 2006 nach Beendigung seiner aktiven Berufslaufbahn als Zahnarzt umfangreiche humanitäre und medizinische Hilfe in dem postsowjetischen Transformationsstaat Kirgistan in Zentralasien. Zusammen mit seiner Frau Karla und treuen Freunden sammelte er noch gutes medizinisches Equipment und konnte Krankenhäuser mit den so notwendigen modernen medizintechnischen Geräten ausrüsten. Zahlreiche bis zum letzten Zentimeter gefüllte Container fanden ihren Weg nach Bischkek.

Krönenden Abschluss dieses kraftraubenden Engagements bildete im vergangenen Jahr der Erwerb eines großen Wohnhauses in Bishkek allein mit Spenden aus dem Umfeld der Bayerischen Ostgesellschaft und von Freunden. Hier findet das Frauenhaus NUR eine dauerhafte Bleibe, eine Frauenschutz- und Wiedereingliederungseinrichtung für Opfer häuslicher Gewalt, Frauen mit ihren Kindern, das auf Anregung von Eleonore von Rotenhan durch die BOG „kirgistan-hilfe“ begründet und seit 10 Jahren mit Hilfe von SEZIM, einer international anerkannten kirgisischen Frauenorganisation betrieben wurde. Es war ein sehr gut besuchter, harmonischer Abend, an dem es neben kirgisischen Spezialitäten sehr viel Information in Wort und Bild, bzw. Film, zu Kirgistan und seinen Menschen gab, und auch die Gelegenheit bestand, das jüngst herausgebrachte Buch Heys zu seinem Kirgistanengagement signieren zu lassen. (Hanns-W. Hey, Vom Wälzen schwerer Steine, Erfahrungen, Begegnungen und Episoden aus 15 Jahren medizinischer und humanitärer Entwicklungshilfe. Zu bestellen bei hey@kirgistan-hilfe.de.)

Die Bayerische Ostgesellschaft wird ihr Vortragsprogramm nach der langen Corona Pause im September wieder aufnehmen, zunächst mit der Mitgliederversammlung am 20. September, bei der nach den Rechenschaftsberichten und turnusmäßigen Neuwahlen Stefan Stoll zu Jugendaustausch mit postsozialistischen Ländern referieren wird. Zu weiteren Terminen am 18.10. und 15.11. erfolgt rechtzeitig eine weitere Einladung.

von links: Bürgermeister Grasl, Dr. Hey, Landrat Niedermaier

Einladung zum Jour fixe am 21. 06.2021, 19 Uhr Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, 81669 München, Zimmer 217

Kirgistanabend

Im Rahmen der BOG hat das Ehepaar Dr. Hanns-W. Und Karla Hey unter dem Namen Kirgistanhilfe seit vielen Jahren tatkräftige Hilfe nach Kirgistan gebracht. Der Höhepunkt war der Erwerb eines Frauenschutzhauses in Bischkek für die gemeinnützige Organisation SEZIM mithilfe einer Spendensammlung. An diesem Abend wird Dr. Hey mit Bild- und Filmmaterial über das Haus berichten, das inzwischen in Betrieb gegangen ist.

Der Abend hat eine besondere festliche Bedeutung, da sich das Ehepaar Hey leider aus Altersgründen weitgehend zurückziehen und sich bei dieser Gelegenheit von dem überaus erfolgreichen und intensiven Engagement und den treuen Spendern verabschieden möchte. Dankenswerterweise werden die beiden weiter unterstützend tätig sein, doch möchten wir als Verein an diesem Abend unseren besonderen Dank zum Ausdruck bringen.

Frühzeitige Anmeldung dringend erforderlich unter itruebswetter@web.de oder Tel. 08031 81421, da nur begrenzte Teilnehmerzahl möglich. Bitte angeben, ob Sie über Impfpass, Zertifikat über Genesung oder einen aktuellen Test verfügen werden. Auch Teilnahme ohne dies alles mit Selbsttest vor Ort möglich.

Wir freuen uns darauf, Sie nach der langen Corona Enthaltsamkeit wieder treffen zu dürfen.

Neues Info: 21Mai.pdf

INFO MÄRZ 2021

Terminabsagen / Verschiebungen

Der Vortrag von Prof. Barth zum Thema: Konflikt zwischen Aserbeidschan und Armenien, geplant für Montag, 19.4., muß leider coronabedingt ausfallen. Der Termin wird nachgeholt.

Den Kirgistanabend, geplant für 15. März, müssen wir leider wegen Corona absagen. Neuer Termin ist 17. Mai, 19 Uhr im Haus des Deutschen Ostens

Die Mitgliederversammlung, geplant für 19. April, müssen wir ebenfalls absagen. Neuer Termin ist 20. September, 19 Uhr.

Weitere Infomationen entnehmen Sie bitte den aktuellen Mitteilungen 21Maerz.

 INFO DEZEMBER2020

BAYERISCHE OSTGESELLSCHAFT E.V.

München, 10.06. 2021

Einladung zum Jour fixe am 21. 06.2021, 19 Uhr
Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, 81669 München, Zimmer 217

Kirgistanabend
Im Rahmen der BOG hat das Ehepaar Dr. Hanns-W. Und Karla Hey unter dem Namen Kirgistanhilfe seit vielen Jahren tatkräftige Hilfe nach Kirgistan gebracht. Der Höhepunkt war der Erwerb eines Frauenschutzhauses in Bischkek für die gemeinnützige Organisation SEZIM mithilfe einer Spendensammlung. An diesem Abend wird Dr. Hey mit Bild- und Filmmaterial über das Haus berichten, das inzwischen in Betrieb gegangen ist.
Der Abend hat eine besondere festliche Bedeutung, da sich das Ehepaar Hey leider aus Altersgründen weitgehend zurückziehen und sich bei dieser Gelegenheit von dem überaus erfolgreichen und intensiven Engagement und den treuen Spendern verabschieden möchte. Dankenswerterweise werden die beiden weiter unterstützend tätig sein, doch möchten wir als Verein an diesem Abend unseren besonderen Dank zum Ausdruck bringen.
Frühzeitige Anmeldung dringend erforderlich unter itruebswetter@web.de oder Tel. 08031 81421, da nur begrenzte Teilnehmerzahl möglich. Bitte angeben, ob Sie über Impfpass, Zertifikat über Genesung oder einen aktuellen Test verfügen werden. Auch Teilnahme ohne dies alles mit Selbsttest vor Ort möglich.
Im Anhang finden Sie die ausführliche Einladung von Herrn Dr. Hey.
Wir freuen uns darauf, Sie nach der langen Corona Enthaltsamkeit wieder treffen zu dürfen.

Coronabedingt haben wir unsere Vortragsverasntaltungen bis März ausgesetzt. Dennoch geht unsere Arbeit weiter in den Projektgebieten Kirgistan und Ukraine / Transkarpatien. Für die Monate ab März sind folgende Veranstaltungen geplant:

15.03., 19 Uhr, Kirgistanabend mit Dr. Hey

19.04., 18 Uhr, Mitgliederversammlung

19.30 Uhr, Prof. Peter Barth, Nagornij Karabach. Hintergrundinformationen und aktueller Stand im Konflikt zwischen Armenien und Aserbeidschan

17.05., Dr. R.J.Schoenheinz und andere, Bürgeraufstand in Weißrussland. eine Vertreterin der Opposition erzählt.

21.06., Prof. Martin Fincke, Russsland - was bringt die neue Verfassung? nähere Informationen im aktuellen Info 20Dez ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

16.11.2020 Mitgliederinformation

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, es war ein gutes Gefühl, als wir am 29. Oktober, noch kurz vor dem aktuellen Lockdown, einen Vortragsabend durchführen konnten. Alle "möglichen" Plätze (Abstandsregeln!) waren belegt, und der Referent aus Freiburg, Erich Katterfeld, unterstützt von Dr. Helgard Lörcher, Russischlehrerin aus Heidelberg, belohnte uns mit einem interessanten Vortrag, der in die Zeit eines ersten leichten Tauwetters im Kalten Krieg, drei Jahre nach Stalins Tod, eintauchte anhand der Tagebucheinträge eines Zeitzeugen.

 

Der Autor des Tagebuchs, Hanns Henny Jahnn, spazierte mit offenen Augen durch Moskau. Dessen kluge Beschreibungen und Bemerkungen veranlassten den Referenten, die damalige politische und gesellschaftliche Situation lebendig werden zu lassen, was in der Diskussion zwangsläufig dazu führte, auch die aktuelle innen- wie außenpolitische Situation zu thematisieren.

 

Wie von Ihnen sicher schon erwartet, müssen wir den für Donnerstag angekündigten Kirgistanabend wegen des bestehenden Lockdowns leider absagen. Wir werden versuchen, sobald es die Corona Lage zulässt, die Einweihung des mit Ihren Spendenmitteln gekauften Frauenschutzhauses in Bishkek nachzufeiern. Das Haus in einer guten Lage in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek wurde für circa 100 000 Dollar erworben und der international hoch geachteten, kirgisischen gemeinnützigen Frauenschutzorganisation SEZIM übergeben, die es über die Sommermonate für die Belegung mit 32 Personen - Frauen mit ihren Kindern - umgebaut hat.

 

Unsere Kinderhilfsaktion in der Ukraine läuft ebenfalls unvermindert weiter und ist von eminenter Bedeutung, da die Pandemie das arme Land fest im Griff hat. Das Gesundheitswesen ist der Infektionsrate längst nicht mehr gewachsen, und es fehlt nicht nur an den nötigen Intensivbetten, sondern sogar am Sauerstoff für die Beatmung (SZ vom 13.11.: Ein Land in Atemnot). Die Kinder im Rajon Peretschin, die wir betreuen, sitzen ohne Schulunterricht zuhause in ihren engen, armseligen, vielfach baufälligen Häusern, langweilen sich und haben Hunger. Internate und Heime haben geschlossen, ebenso wie die Schulen. Leider konnten wir heuer wegen der Pandemie weder die Kindererholung in den Sommerferien durchführen noch überhaupt hinfahren, um uns in die Organisation der Hilfe einzuschalte

 

Unsere Partner haben sich beim Verteilen der Lebensmittelhilfe selbst infiziert und leiden jetzt nach Wochen noch unter den Folgen. Dennoch sehen sie es als ihre Pflicht an, die Hilfe nach besten Kräften weiter persönlich durchzuführe: Lebensmittelhilfe, Hilfe beim Fernunterricht, Hygieneschutz, allernötigste Hausreparaturen... Der Winter steht vor der Tür und mit ihm der Kampf ums Überleben. Wir müssen alles tun, um den Kindern über diese schlimme Zeit zu helfen. Und wir müssen versuchen, ihnen die Teilhabe am digitalen Fernunterricht zu ermöglichen, um sie nicht wieder den Anschluss in der Schule verpassen zu lassen.

 

Weihnachten steht vor der Tür und die Zeit, in der viele noch gerne für einen wohltätigen Zweck spenden. Bei uns kommen Spenden punktgenau und ohne Abzüge für Werbung und Verwaltung an. Die vielen Kinder, die wir in den letzten Jahren bereits auf einen besseren Weg gebracht haben, der nun wieder jäh unterbrochen ist, werden es Ihnen danken, wenn wir sie nicht nur notdürftig mit ergänzenden Lebensmitteln betreuen, sondern auch ein Weiterlernen im digitalen Unterricht ermöglichen.

 

Spendenkonto: Bayerische-Ostgesellscha Sparkasse München sskm IBAN DE14 7015 0000 098 2302 20. Bitte Adresse angeben für Spendenquittung

 

Wir hoffen, dass Sie den Novemberblues verbunden mit der kontaktarmen Corona Depression gut überstehen, gesund bleiben und weiterhin den Tellerrand und den örtlichen Kirchturm nicht zur Grenze Ihres Horizonts machen, auch wenn die Nachrichten von unseren östlichen Nachbarn vielfach wenig ermutigend klingen

 

Alles Gute! Mit freundlichen Grüßen

Iris Trübswetter

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Einladung zum Vortrag

Donnerstag, 29. Oktober, 19 Uhr

Erich Katterfeld, Reise nach Moskau Tagebuch des Schriftstellers Hans Henny Jahnn von seiner Reise nach Moskau und Leningrad 1956

In den Archiven der Staatsbibliothek Hamburg schlummert der Nachlass von Hans Henny Jahnn. Dabei befindet sich auch ein Manuskript zu HHJ‘s Reise in die Sowjetunion anlässlich des 100. Todestages von Heinrich Heine - damals ein Politikum und für HHJ sehr problematisch. Erich Katterfeld hat das handschriftliche Tagebuch transkribiert. Er illustriert im Vortrag die Beschreibungen HHJ‘s: Dies sind einerseits ‚touristische‘ Bilder wie z. B. der Kreml oder die Basiliuskathedrale, andererseits sehr individuelle und HHJ-typische Wahrnehmungen. Von dem eigentlichen Anlass - Todestag Heinrich Heines - findet sich allerdings kein Wörtchen in den Aufzeichnungen. Im Vortrag wird Katterfeld den expressionistischen Hamburger Schriftsteller Hans Henny Jahnn, der heute nur noch wenigen bekannt ist, aber immer noch aufgelegt und gelesen wird, kurz vorstellen und dann auf das Tagebuch eingehen und die illustrierte Auswertung zeigen. Interessant waren die damaligen politischen Auswirkungen, da eine Reise in die Sowjetunion Kommunismusverdacht erregte,auch wenn es sich nur um die offizielle Teilnahme an einer Feier zum 100. jährigen Todestag des (deutschen) Schriftstellers Heinrich Heines handelte. Beinahe hätte Jahn deshalb den schon zugesagten Lessingpreis nicht erhalten. Erich Katterfeld, geboren in München, Germanist, Politologe und Historiker, Staatsarbeit über Hans Henny Jahnn, Mitglied im Freundeskreis Heidelberg - Simferopol e. V., regelmäßige Reisen nach Russland seit 1986.

< Kontakt: info@bayerische-ostgesellschaft.de

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Die Kinder kamen fröhlich und hochmotiviert, genossen das gute und reich- liche Essen und durften gleich am ersten Tag nach Herzenslust auf dem Spielplatz spielen oder sich an Fußball oder Basketball beteiligen. Bei flotter Musik wurde abends dann im Hof der erste Gruppentanz eingeübt und Gruppenspiele organisiert. Bei der offiziellen Begrüßung mit Geschenküber- reichung fanden gar nicht alle Kinder Platz auf den Stühlen rund ums Foyer.

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Mit unserer Hilfe werden nun die Kinder mehrere Ausflüge machen, worauf sie sich besonders freuen. Besuche im Schwimmbad in Uzhgorod, im Schön bornpark (mit Reiten) und auf der Burgruine Newizki stellen Höhepunkte dar, deren glückliche Erinnerung sie über das nächste schwierige Jahr be- gleiten wird und die Hoffnung auf ein besseres Leben weckt. Von ihren Familien haben sie nichts Vergleichbares zu erwarten.

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Der Erhalt des Lagers Barwinok stand schon auf der Kippe, weil die Nachfrage existenzbedrohend nachgelassen hatte. Minimale Einkommen und Wegfall von Förderungen hatten es für die meis- ten Familien der Region unmöglich gemacht, ihre Kinder in Ferienerholung zu schicken, so dass das große Haus mit über 100 Plätzen in den Ferienmonaten bei weitem nicht ausgebucht war. Nun wurde ein Arrangement mit einer anderen Gewerkschaft getroffen, die künstlerisch begabte Kinder aus Kiew und aus dem ganzen Land zum Malurlaub herschickt. So ist plötzlich das Haus wieder voller Leben mit 100 Kindern, die gleichzeitig Spaß haben.

Für die Bayerische Ostgesellschaft konnte ich heuer eine besondere Würdigung entgegennehmen. Beim groß gefeierten Fest Johanni (nach orthodoxem Kalender erst am 7.7.) mit Johannisfeuern und großem Theaterprogramm der Kinder wurden

die Sponsoren und Wohltäter des Kinderlagers auf die Bühne gebeten und geehrt. Die BOG ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden für die Auslastung des Lagers und so überreichte mir der Gewerkschaftsvorsitzende unter Dankesworten eine Urkunde und von der Crew von Barwi- nok bekam ich eine Art selbstgebastelte Schultüte mit Papierblumen und Süßigkeiten. Ich ließ es mir nicht entgehen, öffentlich zu danken und meiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass wir über die Jahre so vielen Kindern mit diesem Sommerlager helfen konnten.

Die Lebensmittelhilfe, die nunmehr 10-mal an 13 Familien verteilt wurde, wird regelmäßig dringend erwartet, und neue Famili- en kommen dazu, die ebenfalls dringend Hilfe für die Ernährung ihrer Kinder brauchen. Mehrere Todesfälle sind aufgetreten, die Oma von Ilia ist im Alter von 47 Jahren gestorben, ebenso ein Vater von 5 Kindern im Alter von 45 Jahren, eine Mutter an Tuber- kulose mit 39 Jahren. Zwei neue Babys haben wir angetroffen und drei hochschwangere Frauen. Wir besprachen, inwieweit man die Pakete etwas anders zusammenstellen sollte, um für die Kinder eine vitaminreichere Ernährung zu ermöglichen, und vielleicht auch noch etwas zum Lesen, denn mehr als eine Bibel ist in diesen Haushalten kaum zu finden. Mit Hilfe des Sozialfonds Rotarier Mainburg können wir diese Hilfe auch im kommenden Jahr fortsetzen. Eine ebenfalls äußerst bedürftige Familie wird neu in das Programm aufgenommen, unter der Bedingung, dass die 11 jährige Tochter dann nicht mehr die Schule versäumen muss, um an der Straße Pilze zu verkaufen, damit sie ein paar Griwni für den Lebensunterhalt der Familie verdient.

Wir konnten einige Familien besuchen, die mit unserer Hilfe ihre baufälligen Häuser ein bisschen sanieren konnten bzw. weiter Hilfe brauchen.

Für die Familie R., alleinerziehende Frau mit 5 Kindern, konnten wir im Winter neue Fenster einbauen lassen, da die Kinder in ihren Betten fast erfroren wären, doch zeigte es sich nun, dass das Haus wesentlich mehr Sanierungsbedarf hat. Dach und Außenisolierung werden gerade neu gemacht, damit diese fünf großartigen Kinder ein erträgliches Zuhause haben und an die Zukunft glauben können.

Familie J. in Saritschewo, wo bisher 7 Personen (3 Erwachsene und 4 Kinder) in einem Raum schliefen, hat auf Druck des Bürgermeisters den zweiten, großen Raum des Hauses entmüllt, in dem nun für die vier Kinder ein Zimmer eingerichtet werden kann.

Doch fehlt es nicht nur an Möbeln und einem Ofen, sondern auch am Bauwerk, das insgesamt nicht so desolat erscheint wie bei Familie R., doch leider im hinteren Bereich des Hauses wegkippt und auseinanderbricht. Dies muss erst gestoppt werden, bevor man dichte Fenster einbaut, an die Decke Platten nagelt und den abgesackten Fußboden richten kann. Für die Kinder ist dieses eigene Zimmer eine echte Chance auf ein besseres Leben. Hier kann auch für die Hausaufgaben ein Tisch mit Stühlen bereitge- stellt werden, was sonst kaum in den Häusern zu finden ist.

Frau K. in Turia Bystra, eine zupackende, handwerklich begabte Frau, die sich von der Armut nicht unterkriegen lässt, hat mit un-


serer Hilfe ebenfalls neue Fenster und eine neue Haustür eingebaut. Sie hat im Wohnzimmer einen Estrich gelegt und braucht jetzt noch Geld für den Fußboden. Für ihre drei hübschen Kinder und das erwartete neue Baby eine gute Investition. Wir wer- den Frau Olga Barsak bitten, den Einkauf des Materials finanziell zu ermöglichen und zu überwachen.

Der Raum, in dem der kleine Ilja mit seiner Mutter lebte (in Turia Bystra), vor 2 Jahren ein unvorstellbares Dreckloch mit kaputten Fenstern und Löchern in der Wand, ist auf Initiative von Bürgermeister Schkriba zu einem bewohn- baren Raum geworden mit neuen Fenstern, verputzten, gestrichenen Wänden und einem gemauerten Herd.


Suppenküche

Wie jedes Jahr besuchten wir auch die Sozialstation, besser bekannt als Suppenküche, die in unserem Auftrag im letzten Herbst für einen alten Obdachlosen einen Herd in das von ihm in einem abgelegenen Dorf bewohnte Haus einbauen sollte. Für den Mann, der bisher in dem total verrauchten Haus gehaust hatte, wurde nun plötzlich Empathie empfunden und nicht nur ein Herd eingebaut sondern auch gleich der Raum renoviert, die schwarzen Wände gestrichen und kleine weiße Vorhänge aufge- hängt. Anregungen, mit kleineren Geldbeträgen unterfüttert, wirken in dieser Gegend häufig Wunder.

Auch heuer ließen wir bei der Sozialstation wieder einen Betrag von 500€, um den etwa 200 peripher betreuten armen, alleinle- benden Menschen in den Dörfern Lebensmittelpakete zu bringen. Dies hatte Anna Lengenfelder schon immer gemacht und wir setzen damit ihre Arbeit fort.

Poliklinik

Auch die Poliklinik sollte diesmal nicht zu kurz kommen. Unser langjähriger Freund, Dr. Wakarov, ein begabter Chirurg, der Anna Lengenfelder schon immer sehnlichst erwartet hatte, um Geld für den Kauf von dringend benötigtem medizinischem Material für die Klinik zu erbitten, war rehabilitiert wieder zur Stelle, und hatte nun nach seinem früheren Rauswurf den Posten als stell- vertretender Klinikleiter inne. Seine Bitte, Geld für Chemikalien fürs Labor, Inhaliergeräte für Kinder und Gips für Knochenbrüche erfüllten wir gerne. Die eingewechselten Griwni wurden bis zum letzten Groschen ausgegeben und nachgewiesen.

Die Gesundheitsversorgung ist ein riesiges Problem, da finanziell total unterversorgt. Zwar ist der Arztbesuch kostenlos, die Ärzte sind beamtet, jedoch auf dem Land dünn gesät. Es fehlt den Kliniken und Zahnstationen an Material bis hin zu Spritzen und Ver- bänden, die der Patient selbst mitbringen muss. Auch sämtliche Medikamente sind vom Patienten selbst zu zahlen und vielfach nicht erschwinglich. Frau K., die sich für die Geburt in der Poliklinik angemeldet hat, bekam eine lange Liste, was sie alles mit- zubringen hat. Gesamtpreis 3000 Griwni, zwei Monatseinkommen eines Rentners oder einfachen Arbeiters. Mitzubringen sind Bettwäsche, Nachthemd, Babykleidung, Nabelbinde, Spritze, Arztkittel, Binden und vieles mehr. Wer diesen Betrag nicht auf- bringt, ist auf eine Hausgeburt abseits ärztlicher Versorgung angewiesen mit den entsprechenden Risiken.

Zahnbehandlungsplätze, von Dr. Hey für die BOG beschafft, transportiert und eingerichtet

Hurra, die Schule Kamjanyzia kann Toiletten bauen

30 000 € Finanzierung vom Bundesministerium für

Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Unsere Hartnäckigkeit hat Früchte getragen. Der Antrag der BOG beim Bundesministerium für Ent- wicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit auf Finanzierung (75%) von angemessenen Schülertoiletten für die pädagogisch großartige Gesamtschule in Kamjanyzia wurde nach eher langwieriger Vorarbeit im Juni positiv beschieden, und in Kamjanyzia herrscht eitel Freude. Bei unserem Aufent halt wurden wir gleich am ersten Tag in die Gemeinderatssitzung eingeladen, um uns den Gemein- deverantwortlichen vorzustellen und der BOG ein Gesicht zu geben. Wir wurden mit großem Ap- plaus bedacht, als ich kurz die BOG vorgestellt und den Weg zur Förderung und die nötige Seriosität bei der Durchführung beschrieben hatte. Unser offizieller Partner ist dabei der zvilgesellschaftliche Verein ROKASCH, doch wird die Durchführung bei Schuldirektor und Gemeinde liegen. Bürgermeisterin Maria Koval-Masiuta (rechts) im Sitzungssaal des Rathauses.

K

 


Ich bin darüber außerordentlich glücklich, auch wenn wir als BOG zu dem Projekt noch den versprochenen Anteil in Höhe von 6500€ beitragen müssen. Ich bin sicher, dass uns unsere großzügigen Spender nicht im Stich lassen. Und 3000€ davon haben wir schon voriges Jahr zurückgelegt.

Noch ein bisschen Statistik

Im Laufe des Antragsverfahrens wurden auch statistische Daten abgefragt. Ich möchte Ihnen diese mühsam erfragten Daten nicht vorenthalten, da sie die allgemeine Misere besonders gut beleuchten. Hier am Beispiel der Gemeinde Kamjanyzia einige Zahlen: von den 1938 Einwohnern der Gemeinde Kamjanyzia sind etwa 40 % Kinder, Studenten und Rentner. 662 Personen sind berufstä- tig, die Arbeitslosenquote liegt bei 27%. Monatliche Löhne und Gehälter liegen zwischen 1500 bis 2800 Griwni (50-100 €), Arbeits- losengeld und Renten betragen jeweils 1378 Griwni (knapp 50€, Stipendien für Studenten 845 Griwni (29€)

Zu den Lebenshaltungskosten: Strom, Heizung, Telefon kosten im Monat durchschnittlich 20 €, das Schulessen für ein Kind mo- natlich 7€ und das Kindergartenessen 3,50 €. Die Lebensmittelpreise sind keineswegs so niedrig, wie der Wechselkurs vermuten lässt: Preise für Grundnahrungsmittel: 1 kg Buchweizengrütze 0,58 €, 1 kg Reis 0,79 €, 1 kg Nudeln 0,57€. Bei einem Familieinein- kommen von 50€, Energie und Telefonkosten von 20€, Mittagessen für 3 Kinder in Kindergarten bzw. Schule 15 – 20 €, bleiben für Essen, Kleidung, Hygiene, Busfahren, Schulmaterial, Hausreparatur, Medikamente, Spielzeug im Monat 10-15 €! Selbstversorgung ist an der Tagesordnung mit Anbau von Kartoffeln und Gemüse im Garten, Hasen oder einem Schwein im Stall für den Festbraten und dem Halten einer Kuh, um Milch für die Kinder zu haben. Sammeln von Beeren und Pilzen zum Verkauf (30 Cent das Kilo Waldbeeren) bessern im Sommer das Einkommen auf. Nicht selten bleiben Kinder dem Schulunterricht fern, um mit Hüten der Kuh oder Beeren- / Pilzesammeln und An- der- Straße- Verkaufen das Haushaltseinkommen aufzubessern.

Die medizinische Versorgung ist katastrophal. Zwar ist die ärztliche Behandlung kostenfrei und findet regelmäßig in Ambulatori- en in den größeren Dörfern statt, doch müssen die Medikamente selbst gekauft werden, was bei westlichen Preisen meist nicht möglich ist.

In der Gemeinde besuchen 300 Kinder die einzige Schule. (Srednaja Schkola Stufen 1 bis 3). Davon sind 20 Kinder Halbwaisen oder Waisen (6,7%), 36 Kinder (12%) leben bei alleinerziehenden Müttern, 5 Kinder (2 Prozent) sind behindert.

Dank

Mein Dank gilt allen Spendern, unseren Partnern in der Ukraine, Claudia Stroppel, unserer Beraterin bei bengo und meinem Sohn Patrick Trübswetter, der mir auf dieser Reise unerlässlicher Begleiter, Berater, Fotograf und Chauffeur war.




Spenden und Mitgliedskonto:

Bayerische Ostgesellschaft e.V., IBAN DE14 7015 0000 0908 2302 20.

 

Nicht genug danken können wir dem Rotary Club Mainburg /Hallertau, der im letzten Jahr und heuer mit namhaften Beträgen unser Kinderprojekt unterstützt hat:

lebensmittelhilfe für 13 Familien, Winter- und Sommerschuhe für 65 Kinder, Zuschuss zur Kindererholung und Finanzierung von Ausflügen, Sammlung von Kleidung und Transport, Unterstützung der Schule Kamianyzia mit Deutschunterricht.

Winterschuhe für 65 Kinder und Sommerschuhe für 65 Kinder dank Rotary Club Mainburg

Lebensmittelhilfe für 13 Familien dank Rotary Club Mainburg

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Frau Kazenwadel beim Vortrag in der BOG.

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Ausstellung
Alexander Milstein
Rays and Other Letters
Computergraphik, Handzeichnung, Text
14.3.-16.12.2016



SDI, Sprachenhochschule, Baierbrunner Straße 28,
81379 München, U3 Obersendling, BOB, S Bahn Siemenswerke


Die Bayerische Ostgesellschaft veranstaltet zusammen mit dem SDI München in dessen Räumen eine ganz besondere Kunstausstellung. Wir stellen Alexander Milstein, der bisher ausschließlich als Autor russischsprachiger Romane und Essays hervortrat, zum ersten Mal mit seinem graphischen Werk vor. Das umfangreiche Oeuvre ist parallel zu den Romanen entstanden und bisher über Facebook nur einem kleinen internationalen Freundeskreis aus der Kunstszene bekannt. Die unmittelbare Intensität der Bilder und Zeichnungen, großflächig projiziert in Verbindung mit einer Dichterlesung in der BOG (Übersetzer David Drevs, SDI) ließ den Plan zu einer ersten Ausstellung in Form von Ausdrucken der Computergraphiken reifen.
Milstein ist ein großartiger Fabulierer und ein präziser Beobachter zugleich. Wir können die Bücher lesen ohne die Bilder zu kennen, und wir können die Bilder genießen, ohne die Bücher gelesen zu haben. Und doch sind Text und Bild eng miteinander verwoben. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte und bezieht sich doch auf einen Text, sei er schon geschrieben oder erst eine Idee, und jeder Text beschwört ein Bild. Wo Bild und Text zusammentreffen, findet man nicht eine Illustration, sondern eine Erweiterung hinein in eine phantastische Welt. Während der Text präzise wiedererkennbare Orte und Persönlichkeiten, etwa im Roman „Pinoktiko“ die Münchner Kunstszene, das Hotelfoyer, die Isar zur Grundlage der ausufernden Handlung macht, führt uns der Zeichner in eine plakativ grellfarbige, reduzierte Landschaft, in der die Idee eines absurden Plots wie selbstverständlich aufkeimt.
Alexander Milstein, geboren 1963 in Charkow (Ukraine), absolvierte zunächst ein Mathematikstudium, bevor er sich 1988 dem Schreiben zuwandte. Bisher auf Russisch erschienen sind der Erzählband Schkola kibernetiki (Moskau 2002), die Romane Serpantin (Мoskau 2008), Pinoktiko (Charkow 2008) und Kontora Kuka (Moskau 2012), ein Sammelband mit Langerzählungen unter dem Titel Kodex paraschjutista (Charkow 2013) sowie zuletzt der Roman Parallelnaja akzija
(Мoskau 2014). 2008 erschien in Moskau seine russische Übersetzung von Judith Hermanns „Sommerhaus später“. Daneben hat Alexander Milstein sowohl Prosatexte als auch Artikel in diversen Zeitschriften publiziert. Seit 1995 lebt er in München.
Kontakt: Iris Trübswetter, itruebswetter@web.de


aus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, S-Bahn Rosenheimer Platz,
gegenüber Gasteig, Ausgang Schleibinger Straßeaus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, S-Bahn Rosenheimer Platz,
gegenüber Gasteig, Ausgang Schleibinger Straße

Die Beschreibungen zu allen Vorträgen finden Sie im neuesten Infoblatt

Das Sonderheft zur Fahrt nach Transkarpatien 2014 finden Sie hier

In Memoriam Anna Lengenfelder (pdf)

Wer wir sind und was wir wollen

Die Bayerische Ostgesellschaft wurde Anfang 1973 gegründet, damals unter dem Namen "Bayerische Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion e.V." Sie setzte sich zum Ziel, die neue Entspannungspolitik gegenüber Osteuropa durch persönliche Begegnungen und Austausch im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich zu fördern und so zur Aussöhnung mit den in der Sowjetunion lebenden Menschen beizutragen.

Heute betätigen wir uns vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Informationsveranstaltungen (Jour fixe, Seminare) über die Länder unseres Interesses
  • Förderung von persönlichen Begegnungen, Einladungen zu Fortbildungsseminaren
  • Ukrainehilfe: Erholungsaufenthalte für vernachlässigte Kinder in Peretschin im Jugendlager Barwinok in Transkarpatien, Deutschunterricht an der Mittelschule Kamianizia, Armenküche in Peretschin, Unterstützung der Poliklinik Peretschin
  • Kirgistanhilfe des Ehepaars Dr. Hey. Medizintechnische Hilfe, Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Hilfsorganisationen, Frauenhaus in Bischkek in Zusammenarbeit mit der Organsiation SEZIM, Patenschaften, Aufbau kleiner Werkstätten, Kleinkredite für Frauen
  • Reisen außerhalb der Touristenzentren mit persönlichen Begegnungen

Unser "Jour fixe" findet in der Regel am dritten Montag jedes Monats (außer Ferienzeiten) um 19.00 Uhr im Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, S Bahn Station Rosenheimer Platz, in München statt. Die Vorträge informieren über Geschichte, Literatur, Film und die aktuelle politische und soziale Struktur in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion: Wir legen Wert darauf, dass unsere Refenten aus eigener Erfahrung oder eigener Forschungsarbeit berichten.

Gäste sind bei all unseren Veranstaltungen herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

3-4mal jährlich versenden wir an unsere Mitglieder unser Mitteilungsblatt mit Berichten über unsere Arbeit und Hinweisen auf bevorstehende Termine.

Mit zwei Regionalkonferenzen 2010 und 2012 haben wir nicht nur wichtige Themen der Zusammenarbeit mit unseren östlichen Partnern analysiert, sondern vor allem auch das Netzwerk zwischen bayerischen zivilgesellschaftlichen Akteuren mit Zielgebiet ehemalige UDSSR enger geknüpft.

Wir sind Mitglied im Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO), der Veranstaltungen größerer Reichweite (Fachtagungen, Symposien, Kulturreisen) organisiert und einige spezifische Arbeitskreise unterhält. Außerdem nehmen wir am RUNDEN TISCH KIEW der Stadt München teil. Wir arbeiten mit dem Moskauer Verein "Freunde Bayerns e.V." zusammen.

Unsere Arbeit erfolgt ehrenamtlich. Sie wird ermöglicht durch Mitgliedsbeiträge, Privatspenden, Dr. Josef und Sybille Krettner Stiftung (Ukraine), Rotary Club Mainburg, Rotary Club Rosenheim, Lions Club Freising, Honorarkonsul Reinhold Krämmel Stiftung (Kirgistan) und fallweise öffentliche Zuschüsse.

Auskünfte über uns und unsere Arbeit erteilen Ihnen gerne die Mitglieder des Vorstands.

Siehe Impressum.